
Sichtbarkeit ist keine Belohnung für Selbstoptimierung
Viele Menschen tragen tief in sich die Idee, dass sie sich Sichtbarkeit erst verdienen müssen. Erst wenn der Körper anders aussieht, erst wenn das Gesicht entspannter wirkt, erst wenn das Leben sortierter ist, erst wenn der Selbstwert stabiler geworden ist, erst dann scheint es erlaubt zu sein, sich fotografieren zu lassen. Aber das ist «Bullshit».
Sichtbarkeit ist keine Belohnung für Selbstoptimierung
Diese Logik, dass man sich Sichtbarkeit erst verdienen muss, klingt vertraut, weil wir sie überall gelernt haben. Sie begegnet uns in Bildern, Kommentaren, Erwartungen und manchmal auch in den Sätzen, die wir über Jahre über uns selbst gedacht haben. Aber sie ist hart, weil sie aus einem Menschen ein fortlaufendes Verbesserungsprojekt macht.
Bei AS I AM geht es nicht darum, dich auf ein Ideal hin zu formen. Es geht auch nicht darum, eine Version von dir zu erschaffen, die für andere leichter einzuordnen, gefälliger oder vermeintlich schöner ist. Im Zentrum steht die Frage, was sichtbar werden kann, wenn du für einen Moment aufhörst, gegen dich selbst zu arbeiten.
Vielleicht heisst das nicht, dass du plötzlich alles an dir liebst. Vielleicht heisst es nur, dass du für diesen einen Schritt nicht länger warten möchtest, bis du dich endlich «richtig» fühlst. Genau das kann bereits ein Anfang sein, denn Selbstannahme entsteht nicht immer vor solchen Erfahrungen. Manchmal wächst sie erst, wenn wir uns selbst auf eine neue, ehrliche und würdige Weise begegnen.
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